die beiden Erstplazierten
Friesenhengst Meindert (Jillis x Dirk) überzeugte am 10.6.07 gegen eine starke Konkurrenz aus dem Lager der Berufsreiter. Was ist sein Geheimnis ... gibt es überhaupt eins?
Für viele Zuschauer und Turnierteilnehmer sind die Entscheidungen der drei Richter nicht auf den ersten Blick zu verstehen. Auf der einen Seite der kräftige, harmonische Meindert (Turnier-/FN-Name: Nardus) und auf der anderen Seite der leichtfüssige, hochelegante Westfalenwallach, der zwar ein klein wenig patzte, aber doch eine ansehnliche Prüfung ritt. Sicherlich hatten viele Zuschauer ihn in ihren Vorstellungen schon an die Spitze gesetzt. Aber nach Bekanntgabe der Punkte ist Jens Kirchhoff klarer Sieger.
HP: "Wie erklären Sie sich Ihre Erfolge mit den Friesen?"
Jens Kirchhoff: "Der Takt ist einer der großen Stärken des Friesenpferdes. An der Kraft in der Hinterhand muß man halt etwas arbeiten. Trotzdem trainiere ich meine Hengste nur dreimal in der Woche, dafür aber dann intensiv. An den anderen Tagen sind sie auf der Weide."
Ehrenrunde des Siegers
HP: "Ist das Friesenpferd wirklich so wenig gern gesehen bei den Richtern, wie man den Äußerungen aus der Szene entnehmen könnte?"
Jens Kirchhoff: "Gerade bei Richtern, die international richten, habe ich überhaupt keine Probleme. Dies trifft sogar zu, wenn diese Richter zum erstenmal ein Friesenpferd beurteilen sollen. Und hier in der Gegend hat man sich im Laufe der Jahre an mich gewöhnt."
Ganz besonders freut Jens Kirchhoff sich über die Erfolge seiner jungen Pferde in den Dressurpferdeprüfungen in A und L. In Spenge-Wallenbrück belegte er mit Gjalt, einem Friesenhengst von Fabe aus einer Teunis-Mutter einen ersten Platz mit einer 8,4. In der Dressurpferde L wurde er später noch zweiter mit einer 8,2. In diesen Prüfungen treten hauptsächlich die Berufsreiter mit ihrem talentierten Nachwuchs gegeneinander an. Gjalt mit dem Papiernamen Gerben ist ein kraftvoller, etwas eigenwilliger Hengst, der schon jetzt als Fünfjähriger problemlos fliegende Wechsel springt.
Auf die Frage, ob er noch einen besonderen Wunsch habe, antwortete Jens Kirchhoff ohne zögern: "Gerne möchte ich bei Peter Spahn Unterricht nehmen, aber ohne Übersetzer ist das wohl nicht möglich." Ich versprach ihm, mich dafür zur Verfügung zu stellen.
